Im Zuge des ersten Fazits schrieben wir, dass wir wieder mit Kalobau bauen würden. Dies ist auch weiterhin der Fall, man muss hier aber differenzieren.
Als Bauherr hat man die Möglichkeit, einen Bauträger mit der Erstellung des Hauses zu beauftragen oder einen Architekten zu engagieren. Hier seien mal ein paar Worte zum Thema Für und Wider beider Möglichkeiten aus unserer Erfahrung mit einem Bauträger heraus genannt.
Der Bauträger hat den unschätzbaren Vorteil, dass er dem Bauherrn einen Festpreis für das Bauvorhaben anbietet. Ist der Bauherr also diszipliniert genug, auf Sonderwünsche zu verzichten, die über die Baubeschreibung hinausgehen, so kann er mit Sicherheit planen und anhand des Festpreises seine Finanzierung beantragen.
Diese Sicherheit bietet der Architekt weniger, hier muss man die Ergebnisse der jeweiligen Ausschreibung abwarten.
Leider mussten wir feststellen, dass die Kundenbetreuung bei unserem Bauträger besser sein könnte. Für den Bauherren ist diese Zeit echter Stress, denn er investiert reichlich Geld und Nerven. Seitens des Bauträgers gab es aber nur wenig unaufgeforderte Kommunikation, ohne nachzufragen wusste man nie, was als nächstes auf dem Bau passieren würde oder warum der Bau mal für zwei Wochen ruhte.
Das fanden wir den ganzen Bau über sehr schade.
Andererseits ist es aber auch so, dass die Mitarbeiter dort nicht nur einen Bau betreuen, sondern gern auch mal 30 Projekte zeitgleich. Hier schlug sich der Preis eben in schlechterem Service
nieder, man bekommt letztlich auch hier, wofür man bezahlt. Man merkt eben, dass die Leute tagtäglich Häuser bauen und das für die ein normales Geschäft ist, während der Bau ein halbes Jahr (oder
ein 3/4 Jahr wie bei uns) im absoluten Ausnahmezustand lebt.
Würden wir nochmal bauen UND würde Geld dabei keine Rolle spielen, wäre eine freie Planung eines Architekten natürlich sehr verlockend. Hier muss jeder selbst entscheiden, worauf er den meisten Wert legt....

